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Badminton Club Neuheim
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Clubausflug 2010

 

Dass der Clubausflug anstrengend werden würde, stand für mich ausser Frage. Denn wer nimmt schon freiwillig einen Putzlappen auf einen Ausflug mit? Zudem war auf der äusserst informativen Packliste noch etwas von Turnschuhen zu lesen… „Das darf doch nicht wahr sein“, dachte ich mir, denn auf Putzen hatte ich an diesem Samstag definitiv keine Lust. Mein Bild von Anna und Erna, den beiden Organisatorinnen, trübte sich im Vorfeld, zumal ich die beiden Damen als „gemütlich“ eingestuft hatte. Putzen fällt bei mir nicht in diese Kategorie. Immerhin war der Treffpunkt akzeptabel: 15h, das schaffen sogar diejenigen, die normalerweise gegen Mittag zu arbeiten beginnen.

Die Organisatorinnen begrüssten die Teilnehmenden, welche alsbald schon vor eine ziemlich knifflige Denkaufgabe gestellt wurden. Man musste sich einen Partner suchen – und das mit Verstand. Je zwei Personen zogen einen Zettel, auf dem der Name einer Sportlerin oder eines Sportlers stand. Zwei Namen ergaben eine Sportart. Weil Lara Gut und Marc Berthod Ski fahren, gehören sie zusammen. Es gab natürlich auch schwierigere Sportarten… Alle fanden dann einen Partner oder eine Partnerin, natürlich nur für „das was kommen wird“, wie die Organisatorinnen betonten. Dennoch blieb einer allein: Kurt. Dafür traf er am ersten Posten, der in Richtung Höllgrotten lag, die richtigen Feldchen auf der Dartscheibe. Der Jubel sei ihm gegönnt. Weil Sport hungrig macht, gab es nebst dem Dartspiel eine kleine Verköstigung in Form von Käse- und Fleischplättchen sowie einen Umtrunk. Ich dachte das erste Mal nicht mehr an die Putzlappen.

Über Stock und Stein ging es weiter der Lorze entlang (in Fliessrichtung). Plötzlich folgte ein abrupter Stop. Standen da nicht Harassen mit Getränken in der Lorze? Logisch, denn Sport macht durstig! Die beiden Organisatorinnen haben sich auch hier etwas Keckes ausgedacht. Mit Fischerruten musste man sich die Getränkeflaschen fischen. Damit dies nicht zu einfach war, stiefelte Kurt in die kalte Lorze und beförderte die Getränke noch etwas in die Mitte des Flusses. Die Herausforderung beim Fischen bestand einerseits darin, eine Flasche zu fangen. Andererseits musste man aufpassen, nicht die falsche Flasche zu fischen. Es gab verschiedene Getränkesorten und nicht alle waren nach meinem Geschmack. Doch ich hatte Glück und fischte einen guten Saft.

Gegen 17h erreichten wir dann ein Gebäude. „Wachteleier zu verkaufen“ stand an einem Schild direkt daneben. Etwas komisch war das schon. Doch nichtsdestotrotz begaben sich alle in das Gebäude, das sich als Boccia-Halle entpuppte. Dort mussten wir die Turnschuhe anziehen und den Putzlappen hervor nehmen. Weil der Putzlappen aber noch nicht zum Einsatz kam, steckte sich mancher den Putzlappen locker in die hintere Hosentasche. Was fachmännisch aussah, war eher ein Anfängerfehler, will man den Boccia-Instruktoren Glauben schenken. Doch dazu später. Zuerst gab es nämlich Häppchen und „Hugo“, ein Getränk, das man im Südtirol zu pflegen trinkt. Langsam begriff ich das Schema der Posten: Bei ungeraden Posten gab es hauptsächlich zu essen und daneben noch etwas zu trinken, bei geraden Posten nur zu trinken. Wer mitgezählt hat weiss, dass wir uns jetzt bei Posten drei befinden.

Als „Hugo“ fertig war, ging die Show auf den beiden Boccia-Bahnen weiter. Licht an für die beiden Boccia-Instruktoren. Sie demonstrierten uns Boccia für Profis. Da wurden Kugeln mit (Putz-) Lappen poliert, da fuchtelte der Schiedsrichter mit seinem Dirigentenstock herum, da wurden Zauberformeln à la „Boccia Punta“ gerufen, nur um eine grosse Kugel in die Nähe einer kleinen Kugel zu platzieren. Was sich jetzt trivial anhört, ist höchste Kunst – das haben einige am eigenen Leib erfahren müssen. Und wer geglaubt hat, Boccia Kugeln müssten in Indoor-Hallen nicht mit dem Lappen poliert werden, irrt sich gewaltig. Die klitzekleinen Quarzkörner bremsen nämlich die Kugel gewaltig!

Nach dem Boccia-Intermezzo war die Zeit reif für ein ausgiebiges Nachtessen. Es gab Fleisch vom Grill, Pommes und Salate. Gemäss Ernährungsregel eine ungünstige Auswahl, sollte man doch am Abend wie ein Bettler essen. Nun, der Einwand ist gerechtfertigt, allerdings steht demgegenüber, dass wir gerade von der Sportbahn kamen und ganz viele Kalorien verbrannt hatten.

Nach dem Essen gab es natürlich auch Dessert. Das gehört einfach zu einem richtigen Essen. Daneben folgten noch weitere sportliche Intermezzos. So musste ein Sporträtsel gelöst oder alten Fotos von BC Neuheim-Mitgliedern die korrekten Jahreszahlen zugeordnet werden. Und natürlich darf etwas nicht fehlen: die immer lustige und natürlich streng geheime Wahl, wer den nächsten Ausflug organisieren muss. Der erste Versuch ging in die Hosen. Anna und Erna markierten zwei Dessertteller au f der Rückseite mit einem Kreuz. Bei Bekanntgabe der Auslosung stieg die Spannung. Alle hoben die Teller gleichzeitig und insgeheim hofften alle, kein Kreuz zu haben. Der Einzige (!) der einen solchen Teller zog, war Kurt. Waren da wohl mehr Teller beim Büfett als Teilnehmende? Egal, Erna und Anna zeigten sich keineswegs verlegen und verkündeten bei der Bekanntgabe der Rangliste ganz am Schluss, dass alle mit einer Zehnerpunktzahl diejenigen sein werden, die den nächsten Ausflug organisieren dürfen.

Persönliches Fazit: Anna und Erna, ich habe euch schon richtig eingeschätzt. Ihr habt wirklich einen gemütlichen und aus meiner Sicht einen sehr gelungenen Anlass organisiert. Da sage ich nur: „Boccia la Punta“ und bedanke mich im Namen des BC Neuheims bei euch.

Urbi

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